Küstenjäger

 

 

 

Aus West rollen mannshohe Wellen gegen das Land,

 

vor Jahrhunderten geschaffen von Menschen Hand,

 

in Mühsal mit Schaufel, Karre und Gespann,

 

der Bauer das Land dem Meer abgewann.

 

 

 

Es peitscht die Gischt über Deiche und Dünen,

 

es stehn dort im Winde nur noch die Kühnen,

 

Hunde und Jäger durchnässt aber freudig gespannt,

 

warten auf Beute an Neptuns Reiches Rand.

 

 

 

Kurz ist sein Fell und lang der Behang,

 

mit edlem Stolz und passendem Fang,

 

die Rute kurz und scheut keine Gefahr,

 

mein treuer Freund-  mein guter DK.!

 

 

 

Wir jagen gemeinsam mit Ruhe und Passion,

 

als Team sind wir sicher das wissen wir schon,

 

seit wir damals  als Welpe und Rüdemann,

 

wurden zu einem guten Gespann.

 

 

 

Alle Hürden haben wir bis heute genommen,

 

und nach Übung auf Übung nun endlich erklommen,

 

den Punkt an dem Jagen nun wirklich das ist,,

 

was der rechte Waidmann niemals wieder vergisst!

 

 

 

Die Achtung vor Gottes Schöpfung und Natur,

 

mit dem Recht zu nehmen ohne Reue nur,

 

mit Dank und Vernunft, mit Ehre und Stolz,

 

an Feld Wasser, Wiese und Holz!

 

 

 

Des Menschen ältesten Gefährten an der Seite,

 

untrennbar in schöner, unendlicher Weite,

 

bei Tag und bei Nacht, mit Freunden oder allein,

 

das ist es was ausmacht-  des Menschen Sein!

 

 

 

Und wo wenn nicht hier in der Naturgewalt,

 

erkennt Mensch und Hund die Winzigkeit der Gestalt,

 

der Sturm lässt sie beben und kurz weichen,

 

doch schon wieder standhaft, so wie die Deiche!

 

 

 

Weit draußen kämpfen Enten sich gegen den Wind,

 

im Keil versuchen sie ihr Glück geschwind,

 

ein Platz zu finden an dem Ruhe und Stille,

 

sie unabhängig macht von Mutter Naturs Wille.

 

 

 

Ruhig sitzt mein Hund jetzt und folgt ihrem Treiben,

 

lässt Wind und Wasser an sich reiben,

 

kein Auge nimmt er von der sich nahenden Beute,

 

das ist unsere Passion in Jetzt und Heute!

 

 

 

Verborgen hinter Lahnungen sitzen wir nun,

 

schon reißt die Garbe Stahl sie aus ihrem Tun,

 

der Keil zerbricht und dreht in den stürmenden Wind,

 

ihr Flug wird nun rasend und unbestimmt!

 

Ein Erpel stürzt klatschend in den wogenden Priel,

 

des Schrotes Last war für ihn zuviel,

 

nicht unbemerkt von meinem Begleiter,

 

der zittert und bebt und beobachtet weiter.

 

 

 

Geschnallt und Apport sind nun der Befehl

 

aus dessen Folge er macht keinen Hehl,

 

er wirft sich mit Kraft in die unruhige See,

 

und scheut weder Kälte noch anderes Weh.

 

 

 

Er kämpft gegen Strömung, Wind und die Welle,

 

erreicht aber dennoch die vermutliche Stelle,

 

ergreift rasch den Körper im eiskalten Wasser ganz unverzagt,

 

und wendet sich um zum Ausgang der Jagd.

 

 

 

Er kommt schnell ans Ufer voll Freude und Glück,

 

bringt eifrig die Beute dem Jäger zurück,

 

setzt triefend sich hin und gibt brav auch noch aus,

 

bevor der Weg geht gemeinsam nach Haus!

 

 

 

Jetzt liegt er am Ofen das ich ihn kaum bemerk,

 

schwer hör ich den Atem nach mühsamen Werk,

 

da zuckt sein Lauf und er bellt ganz verstohlen,

 

als würd er die Ente ein zweites Mal holen.

 

 

 

Aufgewacht vom eigenen Traum,

 

erspäht er mich beim herumschauen,

 

reckt sich und kommt freudig wedelnd heran,

 

ich nehme ihn in den Arm, weil ich nicht anders kann!

 

 

 

Er ist mein Freund, ja der beste von allen,

 

mit haarigem Fell und auch scharfen Krallen,

 

er treibt mich auch manchmal an den Rande des Wahnsinns,

 

und zahlt es zurück stets mit Zinseszins!

 

 

 

Kurzhaar Voran hallt es bei uns Tag um Tag,

 

das ist mein Hund den ich so sehr mag,

 

mit dem ich  zur Jagd mich täglich rüste,

 

an Deutschlands rauher Nordseeküste!